Buch MK - page 38

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Meine Taufpatin , Firmpatin
und Nichte
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Antonia Riedle
Unser „Dodle“ aus Epfach war bei uns
allen acht Kindern die Taufpatin. Wir
waren sehr verbunden mit ihr. Beim
Kirchenfest „Sebastian“ waren wir jedes
Jahr eingeladen. Da fuhren wir mit dem
Zug bis Kinsau und dann ging es über die
Viehweiden zu Fuß nach Epfach. Da gab
es immer viel und gut zu essen. Datschi
und Mittag`s gab es Brätknödelsuppe mit vielen Zutaten. Das
ganze Jahr freuten wir uns immer auf das Epfacher Fest.
In den Kriegsjahren, als ich Nähen gelernt habe, war ich oft
einige Tage beim Dodle Stöhr nähen. Auch bei ihren Kindern,
die alle älter und schon verheiratet waren, nähte ich.
Beim Riedle Xaver war ich sehr oft. Er war sogar Trauzeuge
bei mir. Er machte 1945 auch bei meiner Hochzeit Musik.
Stöhr nähen tat ich auch bei meinen Verwandten nach dem
Krieg. Bei einer Cousine in Waalhaupten- Beckstetten. Das
waren Bauern, da bekam man Lebensmittel dafür. Denn es gab
bis 1950 Lebensmittelmarken.
Nach Beckstetten nahm ich den kleinen Walter mit und in
Wahlhaupten war Heinz noch als Dreijähriger dabei. Mein
Mann wurde in der Zeit von meiner Mutter versorgt. Ich
schrieb ihr immer auf was sie ihm kochen sollte.
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